Wiener Städtische Versicherung fördert elco/kico Wels auch 2025
„Veränderung muss man selbst wirklich wollen”
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Winterliche Wohlfühlorte

Rituale für mehr Gemütlichkeit in der dunklen Jahreszeit

Sich in eine warme Decke kuscheln, Räume mit Lichterketten schmücken oder eine gemeinsame Adventfeier gestalten – angenehme Routinen schaffen Orientierung, besonders in Phasen, die schwierig sind. Sie signalisieren auch: Ich kann etwas gestalten. Das stärkt die Selbstwirksamkeit und das Gefühl von Zugehörigkeit – zwei ganz wesentliche Faktoren für psychische Gesundheit.

„Viele unserer Bewohner*innen haben Bindungsstörungen und gemeinsame Fixpunkte bilden einen emotionalen Anker. Rituale ordnen die Welt von außen, strukturieren damit aber auch unser Inneres und helfen dabei, ein kohärentes Selbstbild zu entwickeln. Weihnachten ist geprägt von vielen Ritualen, wir singen gemeinsam, schmücken das Haus, fast jedes Eck ist liebevoll dekoriert, Adventkalender werden befüllt und kleine Feierlichkeiten organisiert. All das sind Beziehungserfahrungen, die Halt und Geborgenheit geben. Wiederkehrende, verlässliche Rituale wie unser Morgenimpuls, wo gemeinsam Aufgaben gelöst und Begegnungen ermöglicht werden, schaffen eine gute Beziehungsbasis“, erklärt die Klinische und Gesundheitspsychologin Bettina Neumayer.

Gemeinsam backen, Pflanzen pflegen, die ein gutes Raumklima fördern, Emotionen und Herausforderungen mit Lego ausdrücken oder Weihnachtsdeko basteln – gemeinsame Aktivitäten und gemütliche Ecken sorgen im Winter für Wohlfühlmomente.

„Ein Fußbad, heiße Schokolade und Zimtschnecken sind die perfekte Kombination“, schwärmt ein Jugendlicher in der start.box. Und ein anderer erzählt: „Wenn ich eine Tasse Chai trinke, denke ich sofort an warme Orte. Der Geruch sorgt auch für eine weihnachtliche Stimmung.“

„Rituale wie malen oder mit Freund*innen telefonieren bewirken, dass ich mich wohler fühle“, sagt eine Bewohnerin der blue.box.

„Wenn ich meine Gedanken aufschreibe, gibt mir das ganz andere Perspektiven“, schildert eine Bewohnerin der green.box.

Rituale sind auch Beziehungsarbeit. Wenn Jugendliche Aktivitäten und Räume mitgestalten, entsteht echte Teilhabe. Wenn Gruppen regelmäßig zusammenkommen, bilden sich verlässliche Bindungen – und genau das trägt durch die dunkle Jahreszeit.